Auf den Spuren der roten Khmer

Wie oft im Leben hat alles einen tieferen Sinn. Wahrscheinlich sind wir hier gestrandet, damit wir uns mit der dunklen Seite des Landes beschäftigen. Daher stand ein Besuch der Killing Fields und des Gefängnis S-21 (Tuol-Sleng-Genozid-Museum) auf dem Programm.

Das Pol Pot Regime und die roten Khmer haben 1975 Phnom Penh eingenommen und wurden zunächst als Befreier von den durch den Vietnamkrieg geschädigten Kambodschanern gefeiert.

Die Freude hielt nicht lange an, da Phnom Penh zwangsgeräumt wurde, im Sinn der Weltideologie von Pol Pot.

Ziel der roten Khmer war es einen kommunistischen Bauernstaat zu erschaffen und dafür die Elite zu enteignen und die Monarchie zu stürzen. Durch das Pol Pot Regime haben ca. 3 Millionen Menschen ihr Leben verloren und es wurde unzählig mehr Leid in der Bevölkerung verursacht.

Im ganzen Land wurden 13 sogenannte Sicherheitslager errichtet. Das S-21 ist eines davon. Die Gebäude einer ehemaligen Schule wurden hierfür gezielt umgebaut. Offiziell hieß es, dass dort verdächtige Personen vernommen werden.

Lina und Levi haben heute die Tour geleitet.

In Wahrheit wurden hier etwaige Staatsfeinde des Pol Pot Regimes solange verhört oder besser gesagt auf perfide Weise gefoltert, bis das passende Geständnis vorlag. Schuld oder Unschuld spielte hier eine untergeordnete Rolle.

Jeder, der den roten Khmer im Wege stand oder auch in Ungnade mit Pol Pot gefallen war, lief Gefahr dorthin gebracht zu werden.

Opfer die „ausversehen“ in S-21 ums Leben kamen.

Nachdem ein Insasse im S-21 ein Geständnis abgelegt, dieses persönlich unterschrieben hatte und sich damit des Hochverrats schuldig gemacht hat, wurde dieser zu einem der sogenannten Killing Fields gebracht. Ein Gelände, dem wieder offiziell eine harmlose Funktion zukam. Laute Propaganda Musik übertönte das wahre Geschehen: Massenermordungen.

Ein Turm voller Schädel und Kleidung aller Opfer von dem killing field.

Ein Tag mit vielen Eindrücken die uns sehr mitgenommen und zum Nachdenken angeregt haben.

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